Wärmezähler 2-Familienhaus: Pflicht oder freiwillig?

Die Heizkostenverordnung ist eine gesetzliche Regelung, die die Verteilung der Heizkosten in Mehrfamilienhäusern regelt. Seit dem 1. Januar 2021 gibt es neue Vorschriften, die besagen, dass alle Heizkörper in Mehrfamilienhäusern mit Wärmezählern ausgestattet sein müssen. Diese Änderungen gelten auch für Zweifamilienhäuser, bei denen der Eigentümer eine der beiden Einheiten bewohnt.

Die Installation von Wärmezählern ist für Zweifamilienhäuser mit einem Eigentümer, der eine der Einheiten bewohnt, nicht verpflichtend. In diesem Fall können der Vermieter und der Mieter eine Vereinbarung treffen, um die Heizkostenverteilung zu regeln. Wenn jedoch der Eigentümer beide Einheiten vermietet, ist die Installation von Wärmezählern obligatorisch.

Sind Wärmezähler bei einem 2-Familienhaus Pflicht?

Ja, seit der Novellierung der Heizkostenverordnung im Dezember 2021 sind Wärmezähler bei einem 2-Familienhaus Pflicht. Gemäß § 5 Abs. 2 HeizKV n. F. müssen Gebäudeeigentümer nun fernablesbare Zähler und Heizkostenverteiler installieren. Wärmezähler, Warmwasserzähler und Heizkostenverteiler müssen fernablesbar sein. Die Geräte müssen zudem ein Jahr nach Inkrafttreten der Verordnung (also bis 1.12.2022) mit einem Smart-Meter ausgestattet sein.

Die Heizkostenverordnung soll dazu beitragen, den Energieverbrauch in Gebäuden zu senken und den Klimaschutz zu fördern. Durch die Verwendung von Wärmezählern können die Heizkosten fairer auf die einzelnen Mietparteien verteilt werden. Die Verwendung von fernablesbaren Zählern ermöglicht zudem eine einfache und schnelle Ablesung der Verbrauchswerte.

Die Pflicht zur Installation von Wärmezählern gilt nicht nur für 2-Familienhäuser, sondern auch für andere Gebäude mit bis zu 2 Wohneinheiten. Ausnahmen gibt es nur in bestimmten Fällen, zum Beispiel wenn die Installation technisch nicht möglich oder wirtschaftlich unzumutbar ist.

Können Heizkosten auch ohne einen Wärmezähler berechnet werden?

Ja, Heizkosten können auch ohne Wärmezähler berechnet werden. In einem Zweifamilienhaus ohne Zähler können Mieter laut § 12 der Heizkostenverordnung das Recht haben, die Heizkostenabrechnung um 15 Prozent zu kürzen, wenn an den Heizkörpern keine Verbrauchsmessgeräte vorhanden sind.

Allerdings ist der Vermieter nach der Heizkostenverordnung verpflichtet, den Energieverbrauch für die Heizung und die Warmwasseraufbereitung mindestens zu 50 % in Abhängigkeit vom Verbrauch des Mieters abzurechnen. Um dies zu tun, muss er entsprechende Erfassungsgeräte installieren. Als Erfassungsgeräte kommen unter anderem Heizkostenverteiler in Betracht.

Die Heizkostenabrechnung ohne Wärmezähler kann jedoch zu Unstimmigkeiten führen, da die Kostenverteilung nicht genau nach Verbrauch erfolgt. Daher ist es empfehlenswert, in einem Zweifamilienhaus ohne Zähler eine Vereinbarung zur Heizkostenabrechnung zu treffen, um diese Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Wie installiert man einen Pflicht-Wärmezähler bei einem 2-Familienhaus?

Um den Pflicht-Wärmezähler bei einem 2-Familienhaus zu installieren, müssen einige Schritte befolgt werden. Der Gebäudeeigentümer ist verpflichtet, fernablesbare Zähler und Heizkostenverteiler zu installieren. Der Einbau muss von einem Fachmann durchgeführt werden, um eine korrekte Installation zu gewährleisten.

Zunächst müssen die passenden Wärmezähler ausgewählt werden. Es gibt verschiedene Arten von Wärmezählern, die je nach Heizsystem und Gebäudegröße ausgewählt werden müssen. Der Fachmann kann hierbei beraten und die passenden Geräte empfehlen.

Nach der Auswahl der Wärmezähler müssen diese sachverständig eingebaut werden. Dabei muss der Volumenstrommesser an die Durchflussmenge angepasst werden. Darüber hinaus ist es erforderlich, dass die Temperaturfühler korrekt und im gleichen Heizkreislauf installiert werden. Weitere Aspekte sind ebenfalls wichtig und müssen beachtet werden.

Eine wichtige Voraussetzung für die Installation der Wärmezähler ist die Eichpflicht. Die Geräte unterliegen der Eichpflicht (5 Jahre) entsprechend dem Eichgesetz. Der Fachmann muss sicherstellen, dass die Geräte den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und eichfähig sind.

Die Installation der Wärmezähler darf nur von einem Fachmann durchgeführt werden, der über die notwendige Erfahrung und das Fachwissen verfügt. Eine korrekte Installation ist wichtig, um eine genaue Verbrauchserfassung und eine korrekte Heizkostenabrechnung zu gewährleisten.

Wer bezahlt einen Wärmezähler für ein 2-Familienhaus?

Ein Wärmezähler ist in einem Zweifamilienhaus gesetzlich vorgeschrieben. Die Kosten für die Installation und Wartung des Wärmezählers werden in der Regel von den Eigentümern getragen. Die Heizkostenverordnung schreibt vor, dass die Kosten für die Energieversorgung und die Wartung von Heizungsanlagen auf die Mieter umgelegt werden können. Ein Wärmezähler ist Teil der Heizungsanlage und wird daher auch auf die Mieter umgelegt.

Die Kosten für die Installation eines Wärmezählers hängen von der Größe und der Ausstattung des Geräts ab. Zähler für kleinere Messbereiche, wie sie in Ein- und Mehrfamilienhäusern typisch sind, kosten zwischen 100 und 200 Euro. Hinzu kommen weitere Ausgaben für die Montage. Die Gesamtkosten für die Installation eines Wärmezählers können daher je nach Größe und Ausstattung des Geräts und je nach Installationsaufwand variieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Installation eines Wärmezählers nicht nur gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern auch Vorteile für die Mieter und Eigentümer bietet. Durch die Messung des Wärmeverbrauchs können die Heizkosten fair und transparent auf die Mieter verteilt werden. Dies kann dazu beitragen, dass die Mieter bewusster mit der Energie umgehen und dadurch Energiekosten sparen können.

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