Balkonkraftwerk beim Hausbau mitplanen – diese Details sollten früh feststehen

By: Alexander R.

Balkonkraftwerk beim Hausbau mitplanen

Wenn Sie ein neues Haus planen, sind Themen wie Elektroninstallation und Heizung gleich von Anfang mit dabei. Das Balkonkraftwerk für die Generierung von Strom durch die Sonne wirkt jedoch eher wie eine später zu ergänzende Technik. Das stimmt zwar, doch wenn Sie Stromanschluss und Standort sowie Befestigungsmöglichkeiten und Ausrichtung schon in der Bauphase berücksichtigen, lässt sich die kleine Solaranlage später einfacher integrieren.

Legen Sie den richtigen Standort schon in der Planungszeit fest

Ein Balkonkraftwerk kann, muss aber nicht am Balkon hängen. Weitere mögliche Orte sind Garagendach, Terrasse, Fassade oder auch Garten und andere geeignete Flächen. Am wichtigsten sind die passenden Lichtverhältnisse und möglichst wenig Verschattung. Bei einem Neubau können Sie vorher auf dem Grundstück prüfen, welche Flächen über den Tag hinweg ausreichend Sonne bekommen.

Das ist auch bei der Auswahl Ihres Systems relevant. Erfahrene Anbieter wie Kleines Kraftwerk stellen Balkonkraftwerke mit unterschiedlicher Modulanzahl sowie passender Befestigungen für Flachdach, Ziegeldach, Gitterbalkon, Wand oder Garten zur Verfügung. Dadurch kann die Anlage passend zum vorgesehenen Montageort zusammengestellt werden.

Wenn Sie schon während der Hausplanung wissen, wo später Solarstrom erzeugt werden soll, vermeiden Sie lange Kabelwäge durch frühes Planen. Die Integration in die Gebäudeplanung erfolgt dann von Anfang an.

Elektroinstallation auf das Balkonkraftwerk vorbereiten

Spätestens während des Ausbaus sollte der geplante Anschluss berücksichtigt werden. Gerade beim Neubau ist es sinnvoller, eine benötigte Steckdose von Anfang an am richtigen Ort vorzusehen, als nach Fertigstellung der Fassade oder der Terrasse eine provisorische Lösung zu suchen.

Zu Bedenken ist dabei immer der Unterschied zwischen Rohbau und Ausbau. Beim Rohbau ist entscheidend, dass Leitungen, Sicherungskästen und Steckdosen zu den wesentlichen Bestandteilen der Elektroinstallation gehören. Die Position eines späteren Balkonkraftwerks kann deshalb direkt mit dem Elektrofachbetrieb besprochen werden.

Aktuell dürfen Steckersolargeräte höchstens 800 Watt über den Wechselrichter einspeisen. Die angeschlossene Modulleistung darf nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben bis zu 2.000 Watt Peak betragen. Einen Überblick über die aktuellen Regeln für Steckersolargeräte bietet die Verbraucherzentrale.

Mehr Module können trotz 800 Watt Grenze sinnvoll sein

Eine höhere Modulleistung heißt nicht, dass der Wechselrichter über die zulässige Leistung kommt. Zusätzliche Modulfläche kann aber morgens und abends oder bei diffusem Licht Vorteile haben, wenn die Module nicht auf ihre Nennleistung kommen.

Es gibt daher neben kleinen Anlagen beispielsweise Systeme mit drei oder vier Modulen und einen 800-Watt-Wechselrichter

Bei einem Neubau können Sie den nötigen Platz von Beginn an berücksichtigen, was spannend ist, wenn Sie auf dem Flachdach oder auch im Garten eine ausreichende Fläche haben. Es gilt als allgemein bekannt, dass der Ertrag vom Installationsort und der Verschattung abhängt.

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Frühzeitig an die Befestigung denken

Bei Neubauten ist es hilfreich, die spätere Montage zu bedenken. Wenn Sie eine geplante Wandbefestigung umsetzen möchten, sind andere Anforderungen gegeben als bei einer Aufstellung auf dem Flachdach. Wenn Sie ohne hin gerade mit der Planung von Installationen und Dämmung beschäftigt sind, denken Sie das Mini-Kraftwerk gleich mit.

Zu Bedenken: Auch ein bereits beim Neubau vorgesehenes Balkonkraftwerk muss nach der Inbetriebnahme registriert werden. Bei Balkonkraftwerken ist die Registrierung im Marktstammdatenregister erforderlich.

Die technischen Vorbereitungen treffen Sie während des Hausbaus, die bürokratischen Eintragungen vor Inbetriebnahme des Kraftwerks. Danach können Sie bei einem guten Standort einen Teil Ihres täglichen Strombedarfs mit Sonnenenergie generieren.

Fazit: Balkonkraftwerk beim Neubau direkt mitdenken

Ein Balkonkraftwerk lässt sich zwar jederzeit nachrüsten, beim Neubau können Sie sich die spätere Installation jedoch deutlich erleichtern. Wenn Standort, Ausrichtung, Stromanschluss und Befestigung bereits während der Planung berücksichtigt werden, vermeiden Sie nachträgliche Kabelwege und aufwendige Anpassungen an Fassade, Dach oder Terrasse.

Dabei müssen Sie die Anlage nicht zwingend sofort kaufen und installieren. Es reicht zunächst, geeignete Flächen und die notwendigen technischen Voraussetzungen einzuplanen. So bleiben Sie flexibel und können später ein Balkonkraftwerk wählen, das zum Standort und zu Ihrem Strombedarf passt. Nach der Installation müssen Sie lediglich noch die dann geltenden Vorgaben beachten und die Anlage ordnungsgemäß registrieren.