Friatherm: Verboten oder erlaubt in Deutschland?

Friatherm war einst ein bekanntes Rohrsystem für Trinkwasser und Abwasser in Deutschland. Es wurde jedoch im Jahr 2012 verboten. Die Gründe dafür waren, dass das Rohrsystem aufgrund von Materialproblemen und Verarbeitungsfehlern zu Rohrbrüchen und Wasserschäden führte.

Das Rohrsystem Friatherm wurde in den 1990er Jahren eingeführt und war in der Baubranche sehr beliebt. Es wurde als kostengünstige und einfache Alternative zu herkömmlichen Rohrsystemen angepriesen. Doch in den folgenden Jahren traten immer mehr Probleme auf. Es wurden zahlreiche Rohrbrüche und Wasserschäden gemeldet, die auf Materialprobleme und Verarbeitungsfehler zurückzuführen waren. Aus diesem Grund wurde Friatherm im Jahr 2012 verboten.

Sind die Friatherm-Systeme verboten?

Ja, die Friatherm-Systeme sind seit Juni 2012 in Deutschland verboten. Die Rohrleitungssysteme Friatherm Starr, Multi, Uni (Trinkwasser) sowie die Abwassersysteme Friaphon und D-Blue sind nicht mehr erhältlich.

Grund für das Verbot ist die Verwendung von PVC-C, einem Material, das als gesundheitsgefährdend eingestuft wird. PVC-C enthält Chlor, das bei der Verbrennung giftige Dioxine freisetzt. Zudem können Weichmacher, die dem Material zugesetzt werden, ausdünsten und in das Trinkwasser gelangen. Dies kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Es wird empfohlen, die betroffenen Rohrleitungssysteme auszutauschen. Hierbei sollte auf Materialien zurückgegriffen werden, die unbedenklich sind und den geltenden Normen entsprechen. Eine Alternative zu PVC-C sind beispielsweise Rohrleitungssysteme aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). Diese Materialien sind gesundheitlich unbedenklich und haben eine lange Lebensdauer.

Es ist wichtig, bei der Wahl des Rohrleitungssystems auf die Zulassung und die Einhaltung der geltenden Normen zu achten. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Trinkwasser unbedenklich bleibt und gesundheitliche Risiken vermieden werden.

Warum wurden die Friatherm-Systeme verboten?

Die Friatherm-Systeme sind seit dem 1. Juni 2012 verboten. Der Grund dafür waren Qualitätsmängel an den Klebestellen, die vom Hersteller selbst festgestellt wurden. Die Friatec AG, die das System entwickelt hat, hat daraufhin den Vertrieb der Rohrleitungssysteme eingestellt.

Die Friatherm-Systeme waren aus PVC-C hergestellt und wurden für die Trinkwasser- und Heizungsinstallationen verwendet. Die Rohrleitungssysteme waren in den Versionen starr, multi und uni erhältlich. Die Friatherm-Systeme waren aufgrund ihrer einfachen Montage und des geringen Gewichts bei Installateuren beliebt.

Das Verbot der Friatherm-Systeme hat dazu geführt, dass die Friatec AG einen Ersatzteilservice für die seit 2012 nicht mehr erhältlichen Rohrleitungssysteme eingerichtet hat. Dieser soll sicherstellen, dass ausführende Betriebe bestehende Installationen reparieren oder erweitern können.

Das Verbot der Friatherm-Systeme hat auch dazu geführt, dass sich Installateure nach Alternativen umsehen mussten. Es gibt mittlerweile viele Alternativen, die den Anforderungen an moderne Rohrleitungssysteme gerecht werden.

Gibt es Alternativen zu Friatherm-Systemen?

Ja, es gibt Alternativen zu Friatherm-Systemen. Es gibt viele Rohrsysteme auf dem Markt, die als Alternative zu Friatherm-Systemen genutzt werden können. Einige dieser Alternativen sind:

  • PEX-Rohrsysteme: PEX-Rohrsysteme sind eine gute Alternative zu Friatherm-Systemen. Sie sind langlebig, flexibel und können für Trinkwasser- und Heizungsanwendungen verwendet werden. PEX-Rohrsysteme sind auch einfach zu installieren und erfordern keine speziellen Werkzeuge.

  • Kupferrohre: Kupferrohre sind eine weitere Alternative zu Friatherm-Systemen. Sie sind langlebig und können für Trinkwasser- und Heizungsanwendungen verwendet werden. Kupferrohre sind auch einfach zu installieren, erfordern jedoch spezielle Werkzeuge.

  • Edelstahlrohre: Edelstahlrohre sind eine weitere Alternative zu Friatherm-Systemen. Sie sind langlebig, korrosionsbeständig und können für Trinkwasser- und Heizungsanwendungen verwendet werden. Edelstahlrohre sind jedoch teurer als andere Alternativen.

  • Verbundrohre: Verbundrohre sind eine weitere Alternative zu Friatherm-Systemen. Sie bestehen aus Kunststoff und Aluminium und sind langlebig und flexibel. Verbundrohre können für Trinkwasser- und Heizungsanwendungen verwendet werden und sind einfach zu installieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass jede Alternative ihre eigenen Vor- und Nachteile hat. Es ist ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, um die beste Alternative für eine bestimmte Anwendung auszuwählen.

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