Eine Dachterrasse, ein großer Garten mit Pool, helle, hohe Räume und vielleicht ein Hobbyraum im Keller – jeder hat seine ganz eigenen Vorstellungen von einem Traumhaus. Wenn aus einem solchen Traum allerdings Realität werden soll, müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden, damit das Projekt Hausbau auch gelingt und den eigenen Vorstellungen möglichst nahekommt.
Was also ist wichtig beim Thema Eigenheim bauen und was sollte man in diesem Zusammenhang unbedingt berücksichtigen?
Gründliche Planung ist das A und O
Wer vorhat, ein Haus zu bauen, muss zahlreiche Entscheidungen treffen und dabei nicht selten kleinere oder größere Kompromisse eingehen. Denn eins ist klar: Günstig ist Bauen schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Jeder Quadratmeter Grundstück und jeder Quadratmeter Wohnfläche wirken sich auf die Gesamtkosten des Baus aus. Eine gründliche Planung mit ausreichend Vorlaufzeit ist daher unerlässlich, um ein realistisches Budget und einen Zeitplan zu erstellen, der alle wesentlichen Aspekte des Hausbaus berücksichtigt.
Die Suche nach einem geeigneten Grundstück sowie dessen Finanzierung stellen in der Regel die ersten Herausforderungen beim Hausbau dar.
Grundstück und Finanzierung
Ob als bessere Alternative zum Mieten, zur Altersvorsorge, bei der Familiengründung wenn man heiratet oder aus anderen Gründen – die Suche nach einem geeigneten Grundstück sollte frühzeitig und auf verschiedenen Wegen erfolgen. Neben Zeitungsanzeigen und Immobilienplattformen im Netz können auch Behörden, Makler oder eine persönliche Suche vor Ort mögliche Optionen darstellen. Darüber hinaus verfügen auch Banken oft über ein vielfältiges Portfolio an Grundstücken, welches man einsehen kann.
Sobald ein Grundstück gefunden wurde und es konkreter wird, heißt es in den meisten Fällen: Wie viel Grundstück kann ich mir leisten, wenn zudem noch ein Haus gebaut werden soll. Hier ist eine professionelle Beratung unerlässlich, um eine zuverlässige Finanzierung zu sichern.
Welches Haus soll es sein?
Wenn der Kaufvertrag unterschrieben und die Finanzierung in sicheren Tüchern ist, haben Bauherren bzw. angehende Bauherren grundsätzlich drei Optionen, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben.
– Option 1: Bauen mit einem Generalunternehmer
Bei dieser Option verantwortet und koordiniert der Generalunternehmer die gesamte Bauführung und haftet auch persönlich. Der Bauherr schließt einen Vertrag mit dem Generalunternehmer und bekommt alle Leistungen bis zur schlüsselfertigen Übergabe aus einer Hand. Das Bauen mit einem Generalunternehmer bedeutet wenig Aufwand, einen festen Ansprechpartner und einen geringen Koordinationsaufwand. Eigentümer des Hauses ist der Bauherr allerdings erst nach der endgültigen Abnahme.
– Option 2: Bauen mit einem Fertighausanbieter
Auch bei einem Fertighaus haben Bauherren einen festen Ansprechpartner für alle Phasen des Baus. Das Bauen mit einem Fertighausanbieter bietet hohe Planungssicherheit, kurze Bauzeit durch vorgefertigte Bauelemente und in vielen Fällen auch die Möglichkeit, individuelle Änderungen einzuplanen.
– Option 3: Bauen mit einem Architekten
Wer ein maßgeschneidertes Haus ganz nach den eigenen Vorstellungen bauen bzw. bauen lassen möchte, kommt nicht an einem Architekten oder einem Planungsbüro vorbei. Zwar ist das meist mit einem höheren Kostenaufwand verbunden, kann sich aber durchaus lohnen, wenn man den entsprechenden Anspruch an Grundriss, Raumaufteilung, Bauweise und Co. hat. Im Gegensatz zu Fertighäusern müssen Bauherren allerdings mit einer wesentlich längeren Bauzeit rechnen.
Die Gesamtkosten des Baus können bei allen drei Optionen durch Eigenleistung reduziert werden, wodurch sich die Kosten, abhängig von den persönlichen Fähigkeiten, um rund 15 Prozent reduzieren lassen. Allerdings sollte man diesbezüglich realistisch bleiben und sich nicht überschätzen.
Von der Planungsphase zur Bauabnahme
Wenn es kein Typenhaus oder Fertighaus werden soll, muss zunächst einmal eine ausführliche Planung erfolgen. Dach, Keller, Bodenbelag, Gartengestaltung und passende Zaunpfosten: Sämtliche Details müssen in der Planungsphase berücksichtigt und vom Architekten umgesetzt werden. Anschließend gilt es, bei allen Optionen, das Bauvorhaben von den zuständigen Behörden genehmigen zu lassen.
Die eigentliche Bauphase beginnt mit der Rohbauphase, welche sämtliche Arbeiten umfasst, die zum Errichten der Außenhülle des Hauses notwendig sind. Dazu zählen das Fundament, die tragenden Wände, Decken, Treppen, der Schornstein und die Dachkonstruktion. Anschließend folgt die Innenbauphase mit dem Einbau von Fenstern, Türen, Estrich, Innenputz, Elektro, Sanitär und Co. Nach der Innenausbauphase ist das Haus bewohnbar und kann nach erfolgreicher Bauabnahme bewohnt werden.
Fazit
Das Thema Hausbau ist komplex. Vom Grundstückskauf bis zum Einzug in das schlüsselfertige Eigenheim ist es ein langer Weg, auf dem es eine ganze Reihe von Herausforderungen zu bewältigen gilt. Vor dem endgültigen Einzug ist es wichtig, relevante Versicherungen wie Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung und Co. abzuschließen, um sich gegen entsprechende Schäden bzw. deren Kosten abzusichern.